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Die ersten Seminare im September

17. bis 20. September 2026

Der Auftakt zu etwas Neuem

Bei strahlendem Sonnenschein hat das allererste Seminarwochenende der Slowflower-Akademie in Illertissen stattgefunden! Nach fast einem Jahr an Vorbereitungszeit und so vielen Stunden Arbeit und Planung der Dozent*Innen und des Akademie-Teams war es endlich soweit – und alle waren voller Vorfreude und Spannung auf die vor ihnen liegenden Tage.

Die Teilnehmer*Innen hatten an diesem Wochenende in verschiedenen 8-Stunden-Seminaren zu den beiden Themen Slowflower-Anbau und -Floristik die Möglichkeit ihren Wissensstand zu erweitern, vielfältige Eindrücke zu sammeln und sich persönlich sowie fachspezifisch weiterzuentwickeln.Nicht nur die Förderung von Bildung lag im Fokus, sondern auch die individuellen Fragen und Lernziele jedes Einzelnen. Allen Seminaren gemein war die Kombination aus theoretischen Inhalten und praktischen Elementen.

Der Startschuss fiel am Donnerstag morgen mit den Themen Zwiebel, Krallen, Knollen aus dem Bereich Anbau und den Natürlichen Abschiedsblumen aus dem Bereich der Floristik.

Bei Zwiebel, Knollen, Krallen drehte sich alles um die Sortenauswahl von Zwiebelgewächsen wie Narzissen, Tulpen und Co., um die verschiedenen Dahlienformen sowie dem Vortreiben von Ranunkeln und Anemonen. Einige Geheimtipps besonderer Sorten sowie viele praktische Tipps und Tricks zum Thema Anbau wurden geteilt. In mehreren praktischen Elementen erfuhren die Teilnehmenden, wie man Dahlienknollen teilt, worauf man beim Zwiebeln setzen achten muss und wie man Ranunkeln und Anemonen mit einem Minitunnel vor der Witterung schützen kann. Zusätzlich gaben uns Mitarbeitende der Gärtnerei Gaißmayer spannende Einblicke in die Abwicklung ihrer Zwiebel-Bestellungen. Die beiden Dozentinnen Elvira Zollinger und Hanna Petereit gaben nicht nur ihre Expertisen ein, sondern waren auch einem schönen Dialog mit den Teilnehmer*Innen und deren ganz persönlichen Fragen und Problemen im Anbau. Die Mischung aus Praxis und Theorie begeisterte alle.

Bei den Abschiedsblumen haben Caro Wolf und Anne Hartmann sich zusammen mit der Gruppe zunächst darüber ausgetauscht, wie sich florale Gestaltungen von Bestattungen verändern dürfen, wie der gefühlvolle Umgang mit Angehörigen gelingen kann und wie eine richtige Kalkulation der Materialien und der Arbeitszeit die Wirtschaftlichkeit sichert. Danach konnte aus dem vielfältigen Blumenbuffet mit vielen besonderen Materialien gestaltet werden. Es entstanden wunderbare kreative Gestecke aus frischen und getrockneten Materialien. Alternative Techniken mit Keramiken, Hasendraht und vielem mehr konnten so kennengelernt und ausprobiert werden. Am Ende sind diese tollen Bilder der vielfältigen und zauberhaften Gestaltungen entstanden. An dieser Stelle ein kleines Dankeschön an den Fotografen Sebastian Conrad.

Im Seminar Basics der Floristik lehrte Chantal Remmert alle Themen rund um die richtige Ernte, das Vorbereiten der Blumen, das Binden eines Straußes sowie das Gestalten einer Gefäßfüllung. Bei einem entspannten Rundgang durch den Staudengarten der Gärtnerei wurden viele Infos zum Thema Ernten und der Blumenauswahl geteilt und nach Inspiration gesucht. Beim kreativen Teil des Seminars erläuterte die Dozentin die Vorteile einer Spiralbindung und unterstütze die Teilnehmer*Innen bei Ihre ersten Straußgestaltung. Beim zweiten Teil der praktischen Übung drehte sich alles um die Möglichkeit Gefäßfüllungen mit alternativen Steckhilfen als Ersatz zur Steckmasse umzusetzen. Formsprache, Bewegung und Komposition waren ebenso Teil dieser praktischen Übung.

Beim Seminar Bodenkunde von Hannah Petereit und Johanna Burghardt wurden wortwörtlich die Grundlagen des Anbaus vermittelt – denn ohne einen gesunden, fruchtbaren Boden wächst keine üppige Blütenpracht. Die Teilnehmenden erfuhren wie man eine Spatenprobe nimmt, PH-Werte misst und weitere hilfreiche Informationen zum eigenen Boden ermittelt. Ohne zu wissen, wie die eigene Bodenbeschaffenheit ist, lässt sich kaum sagen, wie was der Boden an Bearbeitung, Dünger etc. benötigt, um für eine erfolgreiche Ernte zu sorgen. Eine Mischung aus Theorie und praktischen Elementen machte das Seminar abwechslungsreich. Die Begeisterungen der Dozentinnen für das Thema war stets zu spüren und so gelang es ihnen den theroretischen Teil des Unterricht lebendig zu gestalten.

Bei Event- und Hochzeitsfloristik drehte sich alles um einer der schönsten Tage im Leben, der Hochzeit. Ein filigraner Anstecker oder Haarschmuck gehören genauso zum Repertoire wie ein eleganter Brautstrauß oder ein opulentes Tischgesteck. Dozentin Chantal Remmert zeigte, dass sich gerade jetzt im Herbst besondere Gestaltungen aus wunderbaren Dahlien und farbenfrohem Fuchsschwanz-Amarant realisieren lassen. Jede Jahreszeit bring auch hier ihren ganz eigenen Charm und Charakter in die floralen Gestaltungen ein.

Alles in allem war es ein gelungener und inspirierender Auftakt für die Slowflower-Akademie. Der zweite Seminar-Block steht jetzt im Oktober an und auch die Planung für das kommende Jahr ist in vollem Gange. Mit Herzblut und Begeisterung werden schon Pläne für weitere spannende Unterrichtseinheiten geschmiedet, Dozent*Innen ausgesucht, Ideen ausgearbeitet und viele Gespräche geführt.

Bilder: Sebastian Conrad – Haute Jardin, Lisa Motullo – Liebste Blumen, Maike Schroefel – blumenwild